Genetik und Biobanking in der Viszeralmedizin

Die Arbeitsgruppe versucht mit Hilfe der Forschungsstudie POPGEN genetische Risiken zu komplexen viszeralmedizinischen Erkrankungen aufzuklären. Im Besonderen betrifft das die Erkrankungen des Gallensteinleidens, das kolorektale Karzinom, die Kolondivertikulose und das Hämorrhoidalleiden.

Bei der Forschungsstudie POPGEN handelt es sich um ein populationsgenetisches Forschungsprojekt des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN). POPGEN befasst sich mit der Aufgabe, die Bedeutung genetischer Prädispositionen verschiedener Erkrankungen auf Bevölkerungsebene zu prüfen. Das Projekt POPGEN wird direkt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und umfasst medizinische, bioinformatische, statistische sowie epidemiologische Bereiche, die sich mit dem Vorgang der Patientenidentifikation, über die Rekrutierung bis hin zur Präparation der DNA befassen.

In Zusammenarbeit mit POPGEN sind bisher über diese Arbeitsgruppe ca. 10000 Patienten mit den oben genannten Erkrankungen rekrutiert worden.

Weiterhin erforscht die Arbeitsgruppe die Ursachen und Pathomechanismen von Lebererkrankungen, vor allem von der nicht alkoholischen Steatohepatitis (NASH). Hierfür werden bei Leberoperationen Leberproben direkt im Operationssaal auf N2 schockgefrostet und stehen so als echte in vivo-Proben für molekularbiologische Analysen zur Verfügung.

 

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